Kleines Schmuck-Lexikon - wissenswertes rund um Uhren und Schmuck


Schmuck - was ist das eigentlich? Unter Schmuck verstehen wir im weiteren Sinne alles, was dem menschlichen Körper als Ornament hinzugefügt wird. Schmuck kann aus einer Vielfalt von Materialien - wertvolle und einfache - bestehen. Das Tragen von Schmuck unterstreicht die Individualität.

Neben der materiellen kommen dem Schmuck noch viele weitere Bedeutungen zu. Anfangs stand die magische und erotische Bedeutung im Vordergrund. Schmuck wurde aus vielen Materialien gefertigt. Schon früh wurden bei der Fertigung ästhetische und künstlerische Prinzipien geachtet. Mit der Entdeckung und Nutzung der Metalle und ihrer Vielseitigkeit sowie der Edelsteine setzte eine sprunghafte Entwicklung zu immer vielseitigeren Formen und Nuancen ein.

Schmuck ist bis heute ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur. Das zeigt sich auch in der Vielfalt des Schmuck produzierenden Gewerbes - vom kleinen Handwerk, wie es schon vor vielen Jahren existierte, bis hin zur Schmuckwarenindustrie mit Ihren deutschen Schwerpunkten Pforzheim, Hanau (Gold und Platin), Schwäbisch Gmünd (Silber) und Idar-Oberstein (Edelsteine).

Brillant:
Die geschliffene Form des Diamanten. Dieser Schliff verleiht dem Edelstein besondere "Brillanz". Er entsteht aus einem sog. Spitzstein (einem Oktaeder, also einem Achtflächner) durch Abschleifen oder Absägen der oberen und unteren Spitze.


Carat:
Leitet sich ab von der Frucht des Johannisbrotbaums (lat. Name ceratonia siliqua). Diese ist immer 0,18 Gramm schwer. Mit Hilfe dieser Frucht wurde das Gewicht von Diamanten gemessen (1 Carat entspricht heute 0,2 g).


Chronograph:
Uhr mit Möglichkeit, die Zeit zu stoppen bzw. Zeitdifferenzen zu messen. Diese Funktion wird meist mit Hilfe von kleinen Hilfszifferblättern realisiert.


Chronometer:
Sehr ganggenaue mechanische Uhr. Die Ganggenauigkeit wird von einer unabhängigen Kontrollstelle bestätigt. Ein Chronometer sollte von der Bezugszeit (z.B. Atomuhr), nicht mehr als 5 Sekunden abweichen. Mechanische Uhrwerke müssen sehr präzise gearbeitet sein, um diese Anforderung zu erreichen, eine Quartzuhr erfüllt sie in der Regel leicht. Daher wird diese Prüfung normalerweise nicht für Quartzuhren durchgeführt.


Diamant:
Der Diamant besteht aus reinem Kohlenstoff. Im Diamant sind die Kohlenstoffatome besonders dicht gepackt. Diamant ist das härteste Material, das wir kennen. In der Natur kommt er als Oktaeder (Achtflächner), Rhombendodekaeder (Zwölfflächner) und als Würfel vor. Diamant zeichnet sich neben seiner Härte auch durch seine hohe Lichtbrechung aus, die ihm sein charakteristisches Feuer verleiht. Daher ist er der wertvollste Edelstein. Er findet sich in der Natur und kann seit 1955 in Hochdruckapparaten synthetisch hergestellt werden. Die synthetischen Diamanten werden hauptsächlich für industrielle Zwecke verwendet.


Lapislazuli:
Lasurstein, Mineralaggregat aus Kalkspat, Pyroxen, Amphibol und Lasurit. Durch den Lasurit erhält der Lapislazuli seine charakteristische blaue Farbe. Der Lapislazuli ist ein beliebter Schmuckstein.


Rubin:
Der rote Rubin ist eine Unterart des Korund (Aluminiumoxid). Der rohe Rubin wirkt stumpf und fettig. Wird er geschliffen ist er diamantglänzend. Oft befinden sich in einem Rubin Einschlüsse von Rutilnadeln. Rubin wird oft mit anderen Mineralien verwechselt, z.B. Almandin, Hyacinth, Pyrop, Spinell, Turmalin und Zirkon. Rubine können auch synthetisch hergestellt werden.


Safir:
Der Safir (Saphir) ist, wie der Rubin, eine Unterart des Korund. Seine kornblumenblaue Farbe erhält er durch Eisen und Titan. Es gibt ihn noch in weiteren Farbvarianten, z.B. den gelben und grünen Safir oder den farblosen Leukosafir.


Smaragd:
Der Smaragd ist eine Unterart des Berylls. Er besitzt eine charakteristische leuchtend grüne Farbe.


Topas:
Der Topas ist ein Edelsteinmineral aus Aluminium-Fluorosilikat. Er besitzt Glasglanz und kommt meist als farblose Modifikation vor. Weitere Farbvarianten sind blau, grün, gelb, rosa.


Weißgold:
Unter Weißgold versteht man Legierungen von Gold mit Platinmetallen oder Silber. Das Gold verliert in dieser Legierung die goldene Farbe. Weitere in Weißgold enthaltene Metalle: Kupfer, Zink, Nickel. Der Goldgehalt in diesen Legierungen liegt typischerweise bei 40-70 Prozent.


Zirkonia:
Zirkonia wird synthetisch hergestellt und ist vom Laien nur sehr schwer vom Diamanten zu unterscheiden, ist also eine Diamanten-Imitation.


Gold - was bedeuten die Angaben in Karat?
333 (8ct):
ist die Goldlegierung mit dem niedrigsten Goldgehalt, die in Deutschland erhältlich ist. Darf in Österreich als Gold NICHT verkauft werden


375 (9ct):
Neue EG-Norm, sie soll europaweit das Gold 333 ablösen. Zum Teil ist sie auch schon bei uns in Deutschland erhältlich. In Österreich darf sie NICHT als Gold verkauft werden.


585 (14ct):
Wird oft auch als goldene Mitte bezeichnet. Einerseits besitzt sie eine gute Härte, auf der anderen Seite schon eine hohen Feingoldanteil.


750 (18ct):
Die Goldlegierung mit dem höchsten Goldgehalt in der Schmuckbranche, sehr hoher Feingoldanteil, allerdings auch sehr weich.


900 (22ct)
eine Münzenlegierung, wird selten für Schmuck verwendet und wenn meist mit Titan legiert. In Fernost wird sie viel verarbeitet, ist aber durch die Farbe und die durch den hohen Goldanteil bedingte Weichheit in Europa nicht so beliebt.
Gold ist das 79. Element im Periodensystem der Elemente. Es hat das Symbol Au (Aurum) und einen Schmelzpunkt von 1064.4°C(1337,58 K) und einen Siedepunkt von 2940°C (3213 K). Gold ist bereits seit 5000 v. Chr. bekannt. Es hat eine Dichte von 19,32 g/cm3. Im Verleich: Silber hat eine Dichte von 10,5 g/cm3, Eisen von 7,87 g/cm3. Der Name leitet sich unter Umständen vom indogermanischen "ghel" ab, was soviel wie "schimmernd" oder "blank" heißt. Dies ist jedoch nur eine These. Gold ist, chemisch gesehen, sehr stabil, und wird z.B. von Königswasser, einer Mischung von Salpetersäure und Salzsäure, angegriffen und aufgelöst, nicht aber von reiner Salzsäure oder Salpetersäure. Es läßt sich, je nach Legierung, hervorragend schmieden und formen. So lassen sich z.B. hauchdünne, durchscheinende Goldfolien (z.T. nur 0,000125 mm dick) herstellen, die zum Vergolden von Skulpturen oder Sakralgegenständen verwendet werden können. Die alten Ägypter konnten bereits 1 g Gold zu einer Folie von ca. 1 Quadratmeter ausschlagen. Die Folie war dann ca. 0,001 mm dick.

Daß Gold die Menschen bereits seit tausenden Jahren fasziniert hat, ist nicht erst seit den Tagen des Goldrauschs hinlänglich bekannt. Daran hat sich bis heute nichts geädert. Viele Währungen basierten oder basieren auf dem Edelmetall.